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Wirtschaft

Wirtschaftsbeziehungen zwischen Vietnam und Deutschland

Deutschland hat 2016 seine Position als größter EU-Handelspartner Vietnams verteidigt. Im letzten Jahr konnte ein Handelsvolumen von 12,5 Mrd. USD erzielt werden. Die Importe aus Vietnam stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 % auf 9,68 Mrd USD, die deutschen Exporte nach Vietnam erreichten im gleichen Zeitraum 2,89 Mrd. USD und stiegen um 14,7%. Weitere Impulse erwarten deutsche und vietnamesische Unternehmen durch das 2015 abgeschlossene, derzeit im Ratifikationsverfahren befindliche Freihandelsabkommen zwischen der EU und Vietnam. Bis 2020 wird eine Ausweitung des deutsch-vietnamesischen Handelsvolumens auf 20 Mrd. USD angestrebt.

Zu den wichtigsten vietnamesischen Exportprodukten nach Deutschland zählen Schuhe, Textilien, landwirtschaftlichen Erzeugnisse (z.B. Kaffee und Pfeffer), Meeresfrüchte sowie mittlerweile auch Elektronikartikel und Möbel. Wichtigste Einfuhrprodukte aus Deutschland sind Maschinen, Fahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände sowie Produkte der chemischen Industrie. Vietnam hat das erklärte Ziel, sich bis 2020 zu einem Industrieland zu entwickeln. Der damit verbundene Bedarf an höherwertigen Anlagen sollte sich in einer steigenden Nachfrage nach Maschinen „Made in Germany“ äußern.

Die Delegation der Deutschen Wirtschaft mit Büros in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt ist Teil des AHK-Netzwerks. Die Delegation befindet sich in Ho-Chi-Minh-Stadt in einer Bürogemeinschaft mit der Deutschen Kaufmannschaft (German Business Association), in der sich über 200 deutsche Unternehmen zusammengeschlossen haben. Als ein bilaterales Leuchtturmprojekt werden derzeit Verhandlungen zur Gründung einer deutsch-vietnamesischen Auslandshandelskammer geführt. Insgesamt unterhalten knapp 300 deutsche Firmen Repräsentanzen in Vietnam.

Zwischen Deutschland und Vietnam besteht seit 1997 ein Doppelbesteuerungs- und seit 1998 ein Investitionsschutzabkommen (s. Links am rechten Seitenrand).

Deutsche Unternehmen haben kumuliert in 275 Vorhaben 1,357 Mrd. USD investiert, davon im Jahr 2016 in 21 neue Vorhaben in Höhe von 15,39 Mio. USD. Wichtige Investitionen deutscher Unternehmen werden jedoch über Auslandstöchter gesteuert und fallen statistisch nicht Deutschland zu. Seit 2008 ist "Germany Trade and Invest" (GTAI) mit einem Korrespondenten in Hanoi vertreten.

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Adressbuch
Ein Adressbuch am Mittwoch (23.01.2008) auf der Messe Paperworld in Frankfurt am Main. Foto: Frank May +++(c) dpa - Report+++© picure-alliance/ dpa
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