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Visabestimmungen für die Einreise nach Deutschland für Antragsteller in Vietnam

FAQ zu Visa und Einreise

Sie können ein Visum ausschließlich an der Deutschen Botschaft in Hanoi beantragen, wenn Sie in einer der folgenden Provinzen Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, dort also wohnen, arbeiten oder studieren:

Bac Giang (früher Ha Bac)
 Bac Kan (früher Bac Thai) 
Bac Ninh (früher Ha Bac)
Cao Bang                                            
Ha Giang                                     
Ha Nam (früher Na Nam Ninh)
Hanoi       
Ha Tinh (früher Nghe Tinh)       
Hai Duong (früher Hai Hung)
Hai Phong                                           
Hoa Binh (früher Ha Son Binh)     
Hung Yen (früher Hai Hung)
Lai Chau   
Lang Son                   
Lao Cai
Nam Dinh(früher Ha Nam Ninh)   
Nghe An (früher Nghe Tinh) 
Ninh Binh (früher Ha Nam Ninh)
Phu Tho (früher Vinh Phu)   
 Quang Binh               
Quang Ninh
Quang Tri         
Son La            
 Thai Binh
Thai Nguyen (früher Bac Thai)
Thanh Hoa        
Thua Thien-Hue
Tuyen Quang                                     
Vinh Phuc      
Yen Bai

Wenn Sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt in den folgenden südlichen Provinzen haben, also dort wohnen, arbeiten oder studieren, können Sie ein Visum ausschließlich am Deutschen Generalkonsulat in Ho-Chi-Minh-Stadt beantragen:

An Giang 
Ba Ria-Vung Tau                                
Bac Lieu
Ben Tre      
Binh Dinh                                           
Binh Duong
Binh Phuoc     
Binh Thuan                                         
Ca Mau
Can Tho     
Da Nang                                              
Dak Lak
Dak Nong                                            
Dong Thap
Dong Thap
Gia Lai  
Hau Giang          
Khanh Hoa
Kien Giang      
Kon Tum   
 Lam Dong
Long An  
Ninh Thuan       
Phu Yen
Quang Nam  
 Quang Ngai      
 Soc Trang
 Tay Ninh                                             
Thanh Pho Ho Chi Minh   
Tien Giang
Tra Vinh
Vinh Long

 Als Nachweis Ihres Wohnsitzes legen Sie bitte eine Wohnsitzbescheinigung (polizeiliche Anmeldung) vor. Sollten Sie verschiedene Länder in Europa bereisen wollen, die den sogenannten Schengenstaaten angehören, können Sie das Visum nur dann bei der Deutschen Botschaft oder beim Generalkonsulat beantragen, wenn Ihr Haupt- oder ausschließliches Reiseziel Deutschland ist. Das Generalkonsulat HCMS bearbeitet auch Anträge von Personen mit Hauptreiseziel Portugal.

A. Wenn Sie zu einem kurzfristigen Aufenthalt bis zu 90 Tage nach Deutschland reisen möchten, dann beantragen Sie ein Schengenvisum. Dieses berechtigt zur Einreise in alle Schengenstaaten:

Zu welchem Zweck kann ein Schengenvisum beantragt werden?

Besuch

Geschäftlich

Medizinische Behandlung

Sprachkurs bis zu drei Monaten

Tourismus

Bitte folgen Sie ihrem Reisezweck entsprechend dem nachstehenden Link, um zu erfahren welche Dokumente Sie Ihrem Visumantrag beifügen müssen!

B. Wenn Sie zu einem langfristigen Aufenthalt (über 90 Tage) in Deutschland einreisen möchten, dann beantragen Sie ein Nationales Visum.

Zu welchem Zweck kann ein Nationales Visum beantragt werden?

Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation in der Bundesrepublik Deutschland

Arbeitsplatzsuche

Au-pair

Blaue Karte

Direkte duale Berufsausbildung in Deutschland

Duale Berufsausbildung in Deutschland mit vorherigem Sprachkurs

Ehegattennachzug

Eheschließung

Erwerbstätigkeit allgemein

Kindernachzug zu einem sorgeberechtigten Elternteil

Nachzug eines Elternteils zum deutschen Kind

Praktikum

Schulbesuch

Spezialitätenköche

Studium

Wiedereinreise (Rückkehrvisa)

Mit einem Nationalen Visum können Sie auch in alle Schengen Staaten für maximal 90 Tage im Halbjahr reisen.

Grundsätzlich müssen Sie den Antrag persönlich einreichen. Auch Kinder müssen persönlich erscheinen. Ausnahmen sind möglich, wenn Ihre Fingerabdrücke innerhalb der letzten 5 Jahre schon für einen Visumantrag gespeichert wurden.

Vorabübersendung von Antragsunterlagen per Mail ist nicht erforderlich und wird auch nicht berücksichtigt!

Die Bearbeitung eines Schengenvisums beträgt in der Regel 10-15 Arbeitstage, in Ausnahmen auch länger.

Die Bearbeitung eines Nationalen Visums beträgt in der Regel 8-12 Wochen.
Insofern eine Urkundenüberprüfung notwendig ist (bei wiederregistrierten vietnamesischen Geburtsurkunden), kann sich die Bearbeitung um ca. 3 Monate verlängern.

Während dieser Regelbearbeitungszeit können Sachstandsanfragen grundsätzlich nicht beantwortet werden. Da die Identität von Anrufern nicht geprüft werden kann, wird aus Gründen des Datenschutzes keine telefonische Auskunft über den Sachstand von laufenden Visaanträgen erteilt.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen darf die Visastelle Auskünfte zu Visaverfahren nur erteilen an:

- Antragsteller oder

- Dritte, die eine schriftliche Vertretungsvollmacht des Antragstellers vorlegen.

Für die Abgabe des Antrages brauchen Sie einen Termin.

Termine für Schengenvisa und Langzeitvisa können Sie über die Website der deutschen Vertretungen kostenlos buchen.

Termin buchen

Ab dem 20.02.2019 können Anträge auf Erteilung von Schengenvisa für Deutschland oder vertretungsweise für Portugal – unabhängig davon, wo in Vietnam Sie leben – über die VFS-Zentren in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt, ab dem 25.03. zusätzlich über das VFS-Zentrum Da Nang eingereicht werden. Weitere Informationen (in englischer und vietnamesischer Sprache) finden Sie auf der Website von VFS:  https://www.vfsglobal.com/Germany/Vietnam/

Sind Sie Familienangehöriger eines nicht-deutschen EU-Staatsbürgers (vgl.
Richtlinie 2004/38/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004), müssen Sie keinen Termin vereinbaren. Sie können während der normalen Öffnungszeiten von 8.30 bis 11.30 Uhr (Hanoi) oder von 8.00-11.30Uhr in Ho-Chi-Minh-Stadt vorsprechen. Dennoch empfehlen wir Ihnen, einen Termin zu vereinbaren, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Wichtig: Beachten Sie, dass je nach Saison Wartezeiten für die Terminvergabe, insbesondere bei Schengen Visa, entstehen können. Planen Sie daher für eine Reise von März bis Oktober möglichst langfristig. Schengenvisa können max. drei Monate vor Reisebeginn beantragt werden.

Das elektronische Formular für ein Schengenvisum finden Sie hier:

Das Formular für ein Antrag auf Visa für einen langfristigen Aufenthalt finden Sie hier

Videx – Langfristiger Aufenthalt

Belehrung nach § 54 Abs. 2 Nr. 8 i.V.m. § 53 AufenthG

Bitte beachten: Nur vollständig und korrekt ausgefüllte Anträge mit allen notwendigen Dokumenten können abschließend bearbeitet werden. Unterschreiben Sie die Antragsformulare eigenhändig.


Bitte bringen Sie alle Dokumente im Original und als Kopien mit. Die Originale erhalten Sie zurück.
Die Mitarbeiter der Visastelle können für Sie keine Kopien fertigen.

Bitte lassen Sie Dokumente ins Deutsche übersetzen.

Die Besuchs-/Aufenthaltsadresse in Deutschland muss vollständig angegeben sein (Name der Person bzw. des Unternehmens und des Ansprechpartners mit Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort, Telefonnummer).

Visumkategorie
Alter:
unter 6 Jahren

 Alter:
6-12 Jahre

Alter:
13 - 18 Jahre

Alter:
ab 18 Jahre

Schengenvisum
frei
35 Euro
60 Euro
60 Euro
Nationales Visum
37,50 Euro
37,50 Euro
37,50 Euro
75 Euro

Es handelt sich um eine Bearbeitungsgebühr, die in vietnamesischen Dong zu entrichten ist und bei Ablehnung oder Zurücknahme des Antrags nicht erstattet wird. Weitere Gebühren fallen in der Visastelle nicht an.

Visa für Ehegatten, eingetragene Lebenspartner und minderjährige ledige Kinder Deutscher, sowie Eltern minderjähriger Deutscher sind gebührenfrei. Ebenfalls gebührenfrei sind Visa für Ehegatten und Kinder EU-/EWR-Staatsangehörigen.

Die Vertretungen raten Ihnen dringend davon ab, die von „fliegenden Händlern“ vor der Botschaft angebotenen Übersetzungs- und Reiseversicherungsdienste in Anspruch zu nehmen. Diese Dienste werden weder von den Vertretungen gebilligt noch sind sie preislich angemessen.

Bitte beachten Sie, dass auch bei Vorlage eines vollständigen Antrags kein Anspruch auf Erteilung eines Visums besteht. Die Erteilung ist abhängig vom Ergebnis der ausländerrechtlichen Prüfung aller beteiligten Behörden. In Einzelfällen ist es möglich, dass wir von Ihnen weitere Unterlagen benötigen, um den Antrag abschließend entscheiden zu können. Die Entscheidung über die Erteilung wird von Beamten der Visastelle getroffen. Dritte (z.B. Versicherungsagenten, Sicherheitskräfte, etc.) haben keinen Einfluss auf die Visumerteilung.

1.       Sie oder ein von Ihnen schriftlich Bevollmächtigter können schriftlich gegen die Ablehnung Ihres Antrags remonstrieren und somit um erneute Prüfung Ihres Antrages bitten.

2.       Zum besseren Verständnis der Ablehnung können Sie hier Erläuterungen zu den in Ihrem Bescheid genannten Ablehnungsgründen einsehen:

Erläuterungen zum Ablehnungsbescheid

Sollten Sie Fragen haben, die Sie sich nicht aus den vorstehenden Informationen beantworten können, schreiben Sie uns eine E-Mail.

Kontaktformular der Botschaft Hanoi

Kontaktformular des Generalkonsulates HCMS

Ausführliche Datenschutzhinweise und Informationen zur Datenverarbeitung und -Speicherung im Rahmen des Visumverfahrens finden Sie zusammengefasst auf nachfolgendem Merkblatt:

Datenschutzinformationen (deutsche Version)

Datenschutzinformationen (vietnamesische Version)

Ihr noch gültiges Schengen-Visum zur Mehrfacheinreise in Ihrem alten Pass kann in Kombination mit Ihrem neu ausgestellten, gültigen Pass weiterhin genutzt werden. Es reicht aus, beide Reisedokumente (alter + neuer Pass) bei der Einreise in den Schengenraum gemeinsam vorzulegen.

Alternativ können Sie auch die Übertragung des Rest-Gültigkeitszeitraumes Ihres Visums in Ihren neuen Pass beantragen. Hierzu wenden Sie sich bitte per E-Mail oder das Kontaktformular der Website an die für Ihren Wohnort zuständige deutsche Auslandsvertretung, also entweder Botschaft Hanoi oder Generalkonsulat HCMC gemäß der örtlichen Zuständigkeitsregelung, siehe Frage „Wo kann ich ein Visum beantragen?“.

FAQ: Auslagerung - Was ändert sich?

Unter Auslagerung ist gem. Art. 43 Visakodex die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleistungsunternehmen auf Grundlage eines Vertrages zu verstehen. Der externe Dienstleister nimmt keinen Einfluss auf die Prüfung und Bescheidung der Anträge oder ist in das Drucken und Aufbringen der Visumsmarken involviert.

Derzeit sind von der Auslagerung der Antragsannahme nur Schengenvisa, also Visa für Kurzzeitaufenthalte von bis zu 90 Tagen, umfasst. Anträge auf nationale Visa (z.B. für Familiennachzug, Au-Pair, Studenten, Erwerbstätigkeit, Ausbildung in Deutschland) sind bislang nicht an externe Dienstleister ausgelagert. Die Antragstellung erfolgt wie bisher direkt bei den deutschen Auslandsvertretungen.

Zunächst einmal ist der gesamte Prozess der Annahme, Weiterleitung der Anträge an die Auslandsvertretung und Rückgabe von Visumanträgen und -unterlagen umfasst, also übernimmt der externe Dienstleister:

  • allgemeine Informationserteilung;
  • Terminvergabe zur Antragstellung;
  • Entgegennahme und Vollständigkeitsprüfung der Antragsunterlagen;
  • Eingabe der Antragstellerdaten in das Online-Antragsformular VIDEX;
  • Erfassung der biometrischen Daten (Fingerabdrücke, Fotos);
  • Gebührenannahme;
  • Weiterleitung von Antragsunterlagen und -daten sowie Gebühren an die Visastelle der zuständigen deutschen Auslandsvertretung;
  • Passrückgabe.

Darüber hinaus kann der externe Dienstleister je nach Erfordernis der jeweiligen Auslandsvertretung weitere freiwillige, aber kostenpflichtige Dienstleistungen anbieten (z.B. Fotokopien, biometrische Passfotos, Übersetzungsservice, Premium- und VIP-Services). Siehe Details in Punkt 7.

Die Firma VFS Global hat nach erfolgreichem Abschluss eines in Berlin geführten regionalen Vergabeverfahrens für Südostasien/Ostasien am 15.06.2018 die Dienstleistungskonzession für die Auslagerung der Visumantragsannahme u.a. an den beiden deutschen Auslandsvertretungen Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam erhalten.

Für Vietnam wurde die Einrichtung von drei Visa-Annahmezentren in Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt und Da Nang beschlossen.

Die Firma VFS Global arbeitet bereits seit geraumer Zeit mit verschiedenen anderen Schengen-Mitgliedstaaten, u.a. Finnland, Österreich und Belgien, in Vietnam zusammen und übernimmt für diese Staaten die Visumantragsannahme. VFS Global ist damit ein etablierter, professioneller und erfahrener Partner auch für Deutschland.

  1. Keine Wartezeiten! VFS Global ist vertraglich verpflichtet, jedem Antragsteller innerhalb von zwei Tagen einen Termin anzubieten. Die Wartezeit bis zur Antragstellung beträgt deshalb auch maximal zwei Tage. Zusätzlich ist die Möglichkeit einer sog. „Walk-in-Antragstellung“ gegeben, das heißt, dass auch ohne Termin eine Vorsprache innerhalb der Öffnungszeiten des jeweiligen Visa-Annahmezentrums von VFS Global erfolgen kann. Hier kann es dann zu geringfügigen Wartezeiten im Annahmezentrum selbst kommen, bis der nächste freie VFS-Mitarbeiter für Walk-in-Kunden verfügbar ist. Vorab gebuchte Termine haben dabei immer Vorrang vor der Bedienung von Walk-in-Kunden.
  2. Verbesserter Kundenservice! VFS Global bietet einen umfassenden Rundum-Service für Visumantragsteller, der in der Form den deutschen Auslandsvertretungen aus Kapazitätsgründen nicht möglich war. VFS Global berät interessierte Antragsteller durch telefonische Hotline  und per E-Mail jeweils auf Englisch und Vietnamesisch sowie umfassend auf der eigens eingerichteten Website. Zudem gibt es verschiedene Service-Leistungen, die das Antragsverfahren vereinfachen, siehe detailliert beschrieben in Punkt 7.

Schritt 1: Informieren Sie sich auf der Website von VFS Global unter  über die verschiedenen Visumkategorien und die jeweils einschlägigen Visumbestimmungen. Bei Fragen können  Sie sich an den Kundenservice von VFS Global wenden (per Telefonhotline auf Englisch und Vietnamesisch oder per E-Mail).

Schritt 2: Buchen Sie sich einen Termin zur Antragsannahme in einem der drei VFS-Annahmezentren in Vietnam – unabhängig von Ihrem Wohnort in Vietnam.

Schritt 3: Erscheinen Sie pünktlich (Kulanz von +15 Minuten maximal!) zu Ihrem Termin im VFS-Annahmezentrum mit allen notwendigen Antragsunterlagen, die Sie in Schritt 1 ermittelt haben. Nach Eintreffen im Visum-Annahmezentrum wird zunächst Ihr Antrag von einem VFS-Mitarbeiter erfasst. Die Erfassung beinhaltet die Entgegennahme und Vollständigkeitsprüfung der Antragsunterlagen sowie die Eingabe der Antragstellerdaten in das Online-Antragsformular VIDEX. Danach werden Ihre biometrischen Daten (Passfoto und Fingerabdrücke) erfasst. Anschließend muss jeder Antragsteller die VFS-Service-Gebühr in Höhe von € 24,00 pro Antrag sowie zusätzlich die einschlägige Visumgebühr, jeweils zahlbar in VND zum am Tag der Zahlung gültigen Wechselkurs (Möglichkeit von Bar-Zahlung oder Unbar-Zahlung), für den Antrag entrichten.

Daneben können Sie zusätzliche von VFS Global angebotene Service-Leistungen, die Sie bei Ihrer Visumantragstellung unterstützen, gesondert buchen. Es handelt sich hierbei um freiwillige und damit kostenpflichtige Service-Leistungen, die nicht in der regulären oben genannten Service-Gebühr von VFS Global enthalten sind.

Schritt 4: Ihre Antragsunterlagen werden von VFS Global am Tag nach Ihrer Antragstellung an die zuständige Auslandsvertretung (entweder Botschaft Hanoi oder Generalkonsulat Ho-Chi-Minh-Stadt) zur Entscheidung über Ihren Antrag übermittelt. Sie können den Bearbeitungsstand Ihres Antrags über die VFS-Website nachverfolgen. Die Bearbeitung bei der zuständigen Auslandsvertretung kann bis zu 15 Kalendertage betragen.
Schritt 5: Das Ergebnis Ihres Visumantrags (Visumerteilung oder Ablehnung) wird in einem verschlossenen Umschlag zusammen mit Ihrem Reisepass und ggfs. eingereichten Originalunterlagen durch die Auslandsvertretung zurück an das VFS-Annahmezentrum geschickt, in dem Sie den Antrag gestellt haben. Sie werden von VFS Global informiert, sobald Sie das Ergebnis dort abholen können. Das Ergebnis wird Ihnen alternativ von VFS Global direkt postalisch zugesandt, sofern Sie die Zusatz-Serviceleistung der Zustellung per Kurierdienst gebucht haben.

Schritt 6:

a) Visumerteilung: Gute Reise! :)

Bitte überprüfen Sie unverzüglich, dass Ihr Visum korrekt ausgestellt wurde. Insbesondere die richtige Schreibweise Ihres vollständigen Namens, aber auch Ihre Passnummer, ferner die Gültigkeitsdauer des Visums und der Reisezweck.

Hinweis: Die Erteilung eines Schengen-Visums begründet keinen Anspruch auf Einreise. Die endgültige Entscheidung erfolgt bei Einreisekontrolle in den Schengenraum durch die Grenzpolizei. Es ist möglich, dass die Grenzpolizei Sie bei Einreise auch um Vorlage von Unterlagen bittet, die Auskunft über Ihre finanziellen Mittel, die Dauer und den Zweck des Aufenthaltes sowie den Krankenversicherungsschutz geben. Sie sollten daher immer einen Satz Ihrer Visumunterlagen (u. a. Einladung aus Deutschland, Hotelreservierung, Reisekrankenversicherung) bei Einreise mit sich führen.

b) Ablehnung Ihres Visumantrags:

Falls Ihr Visumantrag abgelehnt wurde, kann das verschiedene Gründe haben. Wir nennen Ihnen diese Gründe in einem Ablehnungsbescheid. Der Bescheid enthält auch eine Rechtsbehelfsbelehrung, der Sie entnehmen können, wie Sie gegen diesen Bescheid vorgehen können (sog. Remonstration).

Sie können alternativ auch jederzeit einen neuen Antrag mit vollständigen, aussagekräftigen und überprüfbaren Unterlagen stellen.

Am Entscheidungsprozess in Bezug auf eingereichte Visumanträge ändert sich durch die Auslagerung nichts. Die Entscheidung über einen Visumantrag (Visumerteilung oder Ablehnung) ist eine hoheitliche Aufgabe und wird – wie bisher – ausschließlich von den entsandten Visumentscheidern an der Auslandsvertretung getroffen. Die bei VFS Global abgegebenen Anträge werden für die weitere Bearbeitung und Entscheidung über den Antrag umgehend nach Antragstellung an die Visastelle der zuständigen deutschen Auslandsvertretung weitergeleitet.

Der externe Dienstleister ist vom Visumantragsteller zu bezahlen. Die Servicegebühr umfasst die unter Punkt 2 genannten Service-Dienstleistungen, die für alle Visumanträge benötigt werden.

Hinzu kommen eventuell weitere, freiwillig in Anspruch genommene Zusatzleistungen (z.B. Passrücksendung, Fotokopien).

VFS Global mit seinen drei Visa-Annahmezentren in Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt und Da Nang bietet folgende Service-Leistungen an:

Allgemein von der Service-Gebühr in Höhe von € 24,00 umfasste Leistungen (einschlägig für alle Anträge):

  • allgemeine Informationserteilung;
  • Terminvergabe zur Antragstellung;
  • Entgegennahme und Vollständigkeitsprüfung der Antragsunterlagen;
  • Eingabe der Antragstellerdaten in das Online-Antragsformular VIDEX;
  • Erfassung der biometrischen Daten (Fingerabdrücke, Fotos);
  • Gebührenannahme;
  • Weiterleitung von Antragsunterlagen und -daten sowie Gebühren an die Visastelle der zuständigen deutschen Auslandsvertretung;
  • Passrückgabe.

Kostenpflichtige, freiwillige Zusatzleistungen:

  • Erstellung von biometrischen Passfotos
  • Fotokopierservice
  • Status-Update zum Bearbeitungsprozess des Antrags per SMS, E-Mail und/oder Telefon
  • Übersetzungsservice für Antragsunterlagen
  • Ausfüllhilfe für Antragsformulare
  • Pass-Rücksendung per Kurierdienst
  • Premium- bzw. VIP-Service (Achtung: Bezieht sich nur auf ein komfortableres Antragsannahmeverfahren im VFS-Annahmezentrum. Dieser Service hat keinen Einfluss auf die Bearbeitungsdauer des Antrages bei der Auslandsvertretung!)

Informationen zu diesen Zusatzleistungen finden Sie mit den jeweiligen Preisangaben auf der Internetseite von VFS Global unter .

FAQ Auslagerung - Was ändert sich?

Auch nach der Auslagerung werden die deutschen Auslandsvertretungen in Vietnam gem. Art. 17 Abs. 5 Visakodex die Möglichkeit anbieten, Schengen-Visumanträge direkt in der Visastelle stellen zu können. Hierfür ist wie bisher eine vorherige Terminvereinbarung notwendig. Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite www.vietnam.diplo.de. Die Wartezeit auf einen Termin direkt bei der Visastelle kann je nach Auslastung und insbesondere in der Visa-Hochsaison von April-September aber länger dauern als bei VFS Global.

Die Inanspruchnahme eines externen Dienstleisters ist gem. Art. 17 Abs. 5 Visakodex für den Antragsteller freiwillig.

Das Auswärtige Amt hat die externen Dienstleister vertraglich verpflichtet, die Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes einzuhalten. Externe Dienstleistungsunternehmen müssen überdies nach ISO 27001 zertifiziert sein, ihre Infrastruktur in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik für die Öffentliche Verwaltung betreiben und personenbezogene Daten ausschließlich auf Servern innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums speichern. Hinzu kommt, dass externe Dienstleister keine Visumantragsdaten, also z. B. keine Fingerabdrücke, auf eigenen Systemen speichern dürfen und können, sondern ausschließlich Daten, die für die Terminvereinbarung benötigt werden.

Darüber hinaus finden Sie weitere ausführliche Informationen zum Thema Datenschutz im Visumverfahren auf der Website von VFS Global unter nachfolgendem Link: .

Einreise von Fachkräften

FAQ

Man unterscheidet zwischen der Beschäftigung als Fachkraft und sonstigen Beschäftigungen. Vor Aufnahme einer Beschäftigung benötigen Sie einen Aufenthaltstitel, der Ihnen die Ausübung dieser Beschäftigung erlaubt*. Sie müssen vor Einreise ein Visum bei der für Ihren Wohnort zuständigen deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Generalkonsulat) beantragen**. In den meisten Fällen kann das Visum nur erteilt werden, wenn die Bundesagentur für Arbeit zugestimmt hat. Wenn Sie sich schon früher in Deutschland aufgehalten haben, muss auch die Ausländerbehörde an Ihrem künftigen Wohnort zustimmen. Diese Zustimmungen holt normalerweise die Auslandsvertretung ein. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, erhalten Sie ein nationales Visum mit sechsmonatiger Gültigkeit. Während dieser Zeit müssen Sie bei der Ausländerbehörde den inländischen Aufenthaltstitel beantragen.

* Das gilt nicht, wenn Sie freizügigkeitsberechtigt nach dem Europarecht sind. Freizügigkeitsberechtigt sind Angehörige der Staaten der Europäischen Union, von Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz; sie können ohne Visum nach Deutschland einreisen und benötigen keine Erlaubnis zur Aufnahme einer Beschäftigung. Sie begleitende drittstaatsangehörige Familienangehörige benötigen in der Regel ein Einreisevisum nach einem vereinfachten Verfahren und genießen nach Einreise dieselben Privilegien wie ihre freizügigkeitsberechtigten Familienangehörigen.

** Wenn Sie die Staatsangehörigkeit von Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, von Neuseeland und der vereinigten Staaten von Amerika besitzen, können Sie ohne Visum einreisen. Sie können Ihren inländischen Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde an Ihrem künftigen deutschen Wohnort beantragen.  Wenn Sie sofort nach Einreise arbeiten bzw. Ihre Beschäftigung schon aufnehmen möchten, bevor sie Ihren inländischen Aufenthaltstitel erhalten haben, müssen Sie ein Visum beantragen.

Man unterscheidet zwischen Fachkräften mit Berufsausbildung und Fachkräften mit akademischer Ausbildung. Ausländische Ausbildungen müssen in Deutschland anerkannt werden. Fachkräfte mit Berufsausbildung müssen eine qualifizierte Berufsausbildung absolviert haben, für welche nach deutschem Recht eine Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren vorgesehen ist. Fachkräfte mit akademischer Ausbildung müssen einen Hochschulabschluss vorweisen. Fachkräfte können nur eine qualifizierte Beschäftigung aufnehmen.

Sie können als Fachkraft einen Aufenthaltstitel zur Beschäftigung erhalten, wenn

  • Ihre ausländische Qualifikation anerkannt* wurde;
  • Sie bereits ein konkretes Arbeitsplatzangebot erhalten haben. Bitten Sie hierzu Ihren künftigen Arbeitgeber, das Formular „Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis“ auszufüllen ;
  • Sie die Berufsausübungserlaubnis erhalten haben (oder Ihnen diese zugesichert wurde), wenn Sie in einem sogenannten reglementierten Beruf arbeiten möchten (z. B. im Gesundheitswesen );
  • Sie die allgemeinen ausländerrechtlichen Voraussetzungen erfüllen, wie z. B. gültiger Pass, gesicherter Lebensunterhalt etc.

Ihren Visumantrag sollten Sie erst dann stellen, wenn Sie alle Voraussetzungen erfüllen und vollständige Unterlagen vorlegen können. Wenn Ihre ausländische Qualifikation noch nicht anerkannt wurde, kann Ihr Visumantrag nicht bearbeitet werden.

* Wenn Sie Ihre Berufsausbildung oder Ihr Hochschulstudium in Deutschland absolviert haben, ist eine Anerkennung nicht erforderlich. Zuständig für die Anerkennung ausländischer Qualifikationen sind unterschiedliche Stellen. Informationen finden Sie unter:
- www.make-it-in-germany.com
- www.Anerkennung-in-Deutschland.de
- Hotline „Arbeiten und Leben in Deutschland“: +49 30 1815 - 1111
- Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen
Wenn Sie einen Hochschulabschluss besitzen und in einem nicht reglementierten Beruf arbeiten wollen, kann es ausreichend sein, wenn Ihr Hochschulabschluss in der Datenbank anabin verzeichnet ist. Weitere Informationen finden Sie hier: https://anabin.kmk.org/anabin.html

** Das Formular können Sie künftig hier abrufen. Das Beschäftigungsverhältnis muss in Deutschland sozialversicherungspflichtig sein. Für Entsendungen gelten besondere Bestimmungen.

*** Informationen zu den reglementierten Berufen finden Sie unter www.anerkennung-in-deutschland.de. Die Stellen, die die Berufsausübungserlaubnis erteilen, entscheiden auch über die Anerkennung Ihrer Qualifikation.

Wenn Sie die Voraussetzungen als Fachkraft erfüllen, können Sie eine Blaue Karte EU beantragen, wenn:

  • Sie ein konkretes Arbeitsplatzangebot für mindestens ein Jahr besitzen,
  • die Beschäftigung Ihrer Qualifikation angemessen ist,
  • Ihr Jahresgehalt mindestens 55.200 Euro brutto betragen wird.

In diesem Fall muss die Bundesagentur für Arbeit nicht zustimmen.

Für bestimmte Berufe*  (Ärztinnen und Ärzte, Fachkräfte im Ingenieurswesen, in den Naturwissenschaften und der Mathematik sowie in der IT) reicht ein Jahresgehalt von 43.056 Euro brutto aus, wenn die Bundesagentur für Arbeit ihre Zustimmung erteilt.

Wenn Sie die Voraussetzungen für die Blaue Karte EU nicht erfüllen, können Sie eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer qualifizierten Beschäftigung erhalten, zu der Ihre Qualifikation Sie befähigt. Das bedeutet, Sie müssen aufgrund Ihrer Qualifikation in der Lage sein, die konkrete Beschäftigung auszuüben. Helfer- und Anlernberufe sind hierbei ausgeschlossen, es muss sich in jedem Fall um eine qualifizierte Beschäftigung handeln. Ob Ihre ausländische Qualifikation zu der von Ihnen beabsichtigten Beschäftigung passt, wird von der Bundesagentur für Arbeit geprüft. 

* Die Liste dieser „MINT-Berufe“ finden Sie hier.

Sie können eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer qualifizierten Beschäftigung erhalten, zu der Ihre Qualifikation Sie befähigt. Das bedeutet, dass auch Beschäftigungen in verwandten Berufen möglich sind. Sie müssen aber aufgrund Ihrer Qualifikation in der Lage sein, die konkrete Beschäftigung auszuüben. Helfer- und Anlernberufe sind hierbei ausgeschlossen, es muss sich in jedem Fall um eine qualifizierte Beschäftigung handeln. Ob Ihre ausländische Qualifikation zu der von Ihnen beabsichtigten Beschäftigung passt, wird von der Bundesagentur für Arbeit geprüft.

Ja. Wenn Sie keine Blaue Karte EU erhalten können und Ihr Jahresgehalt weniger als 45.540 Euro brutto betragen wird, müssen Sie zusätzlich eine angemessene Altersversorgung nachweisen. Als Nachweis zusätzlicher Altersvorsorge kommen Ansprüche in einer gesetzlichen Rentenversicherung Ihres Herkunftslandes oder anderer Länder, private Renten- oder Lebensversicherungen oder Immobilien oder sonstiges Vermögen in Betracht.

Sie können eine Aufenthaltserlaubnis für Forscher beantragen, wenn Sie mit einer öffentlichen oder privaten Forschungseinrichtung eine Aufnahmevereinbarung für ein Forschungsvorhaben abgeschlossen haben. Ein besonderes Verfahren zur Anerkennung Ihrer Qualifikation ist nicht erforderlich. Allerdings müssen Sie mindestens einen Hochschulabschluss erworben haben, der Zugang zu Doktoratsprogrammen eröffnet. Die Aufenthaltserlaubnis für Forscher setzt nicht zwingend einen Arbeitsvertrag voraus, z.B. können auch Stipendiaten diese beantragen. Wenn Sie auch die Voraussetzungen für die Blaue Karte EU erfüllen, können Sie zwischen dieser und der Aufenthaltserlaubnis für Forscher wählen. Wenn Sie zum Promotionsstudium einreisen und sich an einer deutschen Hochschule einschreiben möchten, gelten Sie als Forscher, wenn Sie mit der Hochschule oder einer Forschungseinrichtung einen Arbeitsvertrag geschlossen haben. Wenn Sie ohne Arbeitsvertrag an einem Vollzeitstudienprogramm teilnehmen, müssen Sie eine Aufenthaltserlaubnis zum Studium beantragen.

Bei Beschäftigungen auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie müssen Sie keinen Nachweis einer Qualifikation als Fachkraft erbringen, wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Vergleichbare Qualifikation, die Sie in den letzten sieben Jahren durch mindestens dreijährige Berufserfahrung erworben haben
  • Jahresgehalt von mindestens 49.680 Euro brutto
  • Deutschkenntnisse Niveau B1, auf die in begründeten Einzelfällen verzichtet werden kann (z.B. wenn Sie nachweisen, dass für die konkrete Beschäftigung ausschließlich Englischkenntnisse notwendig sind).

Unabhängig von der Qualifikation als Fachkraft können Aufenthaltstitel für die Beschäftigungen erteilt werden, die in der Beschäftigungsverordnung geregelt sind. Hierunter fallen z. B. Führungskräfte in Unternehmen, bestimmte Entsendungen, Berufskraftfahrer, Spezialitätenköche, Künstler, Sportler, bestimmte Praktika, Werkvertragsarbeitnehmer. Ein besonderes Verfahren zur Anerkennung Ihrer Qualifikation ist in der Regel nicht erforderlich. Wenn Sie in einem reglementierten Beruf arbeiten möchten, muss die Berufsausübungserlaubnis erteilt oder zugesichert sein. Darüber hinaus können die Angehörigen bestimmter Staaten*  zu jeder Beschäftigung zugelassen werden. In den meisten Fällen muss die Bundesagentur für Arbeit zustimmen. Bei Entsendungen (unternehmensinternen Transfers) von Führungskräften, Spezialisten und Trainees kann eine ICT-Karte erteilt werden.

* Es handelt sich um folgende Staaten:
Andorra, Australien, Israel, Japan, Kanada, Republik Korea, Monaco, Neuseeland, San Marino, USA (§ 26 Abs. 1 Beschäftigungsverordnung).
Bis Ende 2020 auch: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien (§ 26 Abs. 2 Beschäftigungsverordnung).

Der/die Ehepartner/in der Fachkraft wie auch seine/ihre minderjährigen Kinder (also die sogenannte Kernfamilie) können zum Zweck des Familiennachzugs Visa beantragen. Die Anträge können bereits gestellt werden, wenn die Fachkraft sein/ihr Visum beantragt. Wichtig für eine positive Entscheidung der Anträge ist es, dass der Lebensunterhalt und ausreichender Wohnraum für die ganze Familie ohne Unterstützung durch den deutschen Staat gesichert sind. Grundsätzlich wird vom Ehepartner/der Ehepartnerin erwartet, dass er/sie sich bereits vor der Einreise nach Deutschland deutsche Sprachkenntnisse aneignet. Bei der Visumbeantragung sollte daher bereits ein Sprachzeugnis der niedrigsten Niveaustufe A1 vorgelegt werden können. Es gibt Ausnahmen zu dieser Voraussetzung, beispielsweise wenn die Fachkraft die Voraussetzungen für die Blaue Karte EU erfüllt. Die Anträge der Kernfamilie können auch zu einem späteren Zeitpunkt gestellt werden. Auch in diesem Fall müssen Nachweise für die Beschäftigung der Fachkraft in Deutschland, den gesicherten Lebensunterhalt, den Wohnraum und die Sprachkenntnisse vorgelegt werden. Beabsichtigen Kinder der Fachkraft, die bereits das 16. Lebensjahr vollendet haben, erst später zu ihren Eltern zu ziehen, müssen sie selbst bereits die deutsche Sprache beherrschen.

Sie können als Fachkraft ein Visum zur Suche nach einem Arbeitsplatz, zu dessen Ausübung Ihre Qualifikation Sie befähigt, für bis zu sechs Monate beantragen, soweit ihre ausländische Qualifikation anerkannt wurde*. Soweit Sie in einem sogenannten reglementierten Beruf arbeiten möchten (z. B: im Gesundheitswesen), müssen Sie die Zusicherung einer Berufsausübungserlaubnis  oder die erfolgte Erteilung nachweisen. Fachkräfte mit Berufsausbildung müssen Deutschkenntnisse nachweisen, die der angestrebten Tätigkeit entsprechen (in der Regel Niveau B1)**.

Mit dem Visum dürfen Sie entsprechende Probebeschäftigungen bis zu zehn Stunden je Woche ausüben.

Ein Familiennachzug ist für diesen Aufenthalt noch nicht vorgesehen.

*  Wenn Sie Ihre Berufsausbildung oder Ihr Hochschulstudium in Deutschland absolviert haben, ist eine Anerkennung nicht erforderlich. Zuständig für die Anerkennung ausländischer Qualifikationen sind unterschiedliche Stellen. Informationen finden Sie unter:
- www.make-it-in-germany.com
- www.Anerkennung-in-Deutschland.de
- Hotline „Arbeiten und Leben in Deutschland“: +49 30 1815 - 1111
- Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen
Wenn Sie einen Hochschulabschluss besitzen und in einen nicht reglementierten Beruf arbeiten wollen, kann es ausreichend sein, wenn Ihr Hochschulabschluss in der Datenbank anabin verzeichnet ist. Weitere Informationen finden Sie hier: https://anabin.kmk.org/anabin.html

** Informationen zu den reglementierten Berufen finden Sie hier. Die Stellen, die die Berufsausübungserlaubnis erteilen, entscheiden auch über die Anerkennung Ihrer Qualifikation.

Falls Ihre im Ausland erworbene Berufsausbildung nicht vollständig anerkannt ist und Defizite gegenüber einer entsprechenden deutschen Ausbildung festgestellt worden sind, haben Sie die Möglichkeit, in Deutschland Qualifizierungsmaßnahmen zu absolvieren, die eine vollständige Anerkennung Ihrer Ausbildung ermöglichen. Der Aufenthalt für solche Anpassungsmaßnahmen ist für 18 Monate, verlängerbar auf insgesamt höchstens zwei Jahre möglich. Voraussetzung sind in der Regel Deutschkenntnisse, die mindestens dem Niveau A2 entsprechen. Eine Beschäftigung ist parallel zur Anpassungsmaßnahme mit Einschränkungen möglich.

Im Rahmen von Vermittlungsabsprachen, die die Bundesagentur für Arbeit mit den Arbeitsverwaltungen in ausgewählten Ländern für bestimmte Berufsgruppen trifft, wird es möglich sein, das Anerkennungsverfahren in Deutschland durchzuführen und parallel zu diesem bereits die beabsichtigte Beschäftigung auszuüben.

Ja, Sie können auch für eine schulische oder betriebliche Berufsausbildung nach Deutschland einreisen. Auch der Besuch eines ausbildungsvorbereitenden bzw. berufsbezogenen Sprachkurses ist möglich. Für die Aufnahme einer qualifizierten Ausbildung sind Deutschkenntnisse, die mindestens dem Niveau B1 entsprechen, nachzuweisen. Dies gilt nicht, wenn die erforderlichen Sprachkenntnisse durch einen vorbereitenden Sprachkurs erworben werden sollen oder durch die Bildungseinrichtung bestätigt wurden.

Neben der Ausbildung ist eine Beschäftigung bis zu zehn Stunden je Woche erlaubt.

Wenn Sie nicht älter als 25 Jahre sind, können Sie auch zur Suche nach einem Ausbildungsplatz einreisen; dafür werden unter anderem Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 und ein Schulabschluss einer deutschen Auslandsschule bzw. ein Schulabschluss, der zum Hochschulzugang berechtigt, benötigt. Ein solcher Aufenthalt ist bis zu sechs Monate möglich.

Die Aufnahme eines Studiums ist möglich, ebenso das Absolvieren studienvorbereitender Maßnahmen, wie beispielsweise eines Sprachkurses. Neben dem Studium ist eine Beschäftigung bis zu 120 vollen oder 240 halben Tagen im Jahr zulässig. Sie können auch nach Deutschland reisen, um ein studienvorbereitendes Praktikum zu absolvieren; hier darf eine darüber hinaus gehende Beschäftigung nur während der Ferienzeit aufgenommen werden. Weiterhin können Sie für bis zu neun Monate zur Suche eines Studienplatzes nach Deutschland kommen. Eine Beschäftigung während dieses Aufenthalts ist nicht gestattet.

Wenn Sie schon einen Arbeitgeber gefunden haben, können Sie ihn bevollmächtigen, für Sie das beschleunigte Fachkräfteverfahren*  bei der Ausländerbehörde an dem Ort, an dem Sie künftig arbeiten werden, zu beantragen. Die Ausländerbehörde berät Ihren Arbeitgeber und unterstützt ihn, die Anerkennung Ihrer ausländischen Qualifikation zu beantragen. Sie holt die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit ein. Die Anerkennungsstellen und die Bundesagentur für Arbeit müssen innerhalb bestimmter Fristen entscheiden. Die Gebühr für dieses Verfahren beträgt 411 Euro. Hinzu kommen Gebühren für die Anerkennung der Qualifikation. Wenn alle Voraussetzungen, die im Inland geprüft werden können, erfüllt sind, erteilt die Ausländerbehörde eine sogenannte Vorabzustimmung, die Ihr Arbeitgeber Ihnen zusendet. Sobald Sie die Vorabzustimmung erhalten haben, können Sie bei der Auslandsvertretung einen Termin zur Beantragung des Visums buchen, der innerhalb von drei Wochen stattfinden muss. Bei diesem Termin müssen Sie das Original der Vorabzustimmung mit weiteren Unterlagen** vorlegen. Die Auslandsvertretung entscheidet in der Regel innerhalb drei weiterer Wochen über Ihren Visumantrag. Die Visumgebühr beträgt 75 Euro.

* Das beschleunigte Fachkräfteverfahren ist möglich bei:
-  Fachkräften mit Berufsausbildung
-  Fachkräften mit akademischer Ausbildung
-  Hochqualifizierten
-  Forschern/Wissenschaftlern
-  Führungskräften
-  Berufsausbildung
-  Maßnahmen zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

** Die Liste der Unterlagen, die Sie bei Antragstellung vorlegen müssen, finden Sie künftig auf der Internetseite der jeweiligen Auslandsvertretung.

Das beschleunigte Fachkräfteverfahren steht nur für Fachkräfte und einige vergleichbare Fälle zur Verfügung. Ihr Arbeitgeber kann auch bei der Bundesagentur für Arbeit eine Vorabzustimmung beantragen. Die Bundesagentur für Arbeit prüft allerdings nur die Voraussetzungen, die sich auf die Beschäftigung selbst beziehen, nicht jedoch die sonstigen Voraussetzungen für die Erteilung des Visums. Auch wenn Sie Unterstützung bei der Anerkennung Ihrer Qualifikation als Fachkraft benötigen, ist dieses Verfahren nicht geeignet. Sinnvoll ist dieses Verfahren dagegen, wenn Sie z. B. im Rahmen einer Entsendung vorübergehend in Deutschland arbeiten möchten.

Informationen und Beratung sind insbesondere erhältlich:

  • über das Informationsportal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland Make it in Germany „www.make-it-in-germany.com“,
  • über das Informationsportal der Bundesregierung zu Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen „www.anerkennung-in-deutschland.de“,
  • bei der Anerkennungsberatung der Hotline „Arbeiten und Leben in Deutschland“ online oder telefonisch unter +49 30 1815 - 1111,
  • bei der Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA) (ab 01.03.2020) und
  • bei verschiedenen Beratungsangeboten im Ausland (z. B. die Anerkennungsberatung im Rahmen von Pro Recognition an diversen Außenhandelskammern, eine Übersicht findet sich unter www.anerkennung-in-deutschland.de).
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